Ein schöner Sonnenuntergang am Meer, ein nettes Haus, ein schnittiges Auto, ein blühender Garten, gemütliche Möbel – all dies kann von außen gesehen für uns eine ablenkend sinnvolle Unterstützung im Leben sein, wenn wir in den Wirren der Zeit und unter individuell schicksalshafter Belastungen mutlos zu werden drohen. Darüber hinaus steht es jedoch auch Jedem zu, seine Geschmäcker zu leben – egal ob sie der momentanen Mode entsprechen oder gesellschaftlich anderweitig „in“ sind. Vielleicht erinnert man sich an diese Werbung, in der Bilder von Status-Symbolen wie „Mein Unternehmen, meine Jagd, mein Swimmingpool, mein Pferd usw…“ einem Bekannten vor die Nase gehalten werden, um sich dadurch Achtung und Ansehen zu verschaffen. Ich sehe hier allerdings nun die Gefahr, dass wir versuchen könnten, durch Äußerlichkeiten andere Defizite in unserem Leben zu vertuschen. Wir sollten unser Gegenüber nicht an Status oder Geld orientiert bewerten, sondern sie als Mitmenschen so akzeptieren, wie sie ihr Leben hinbekommen haben – eingedenk vielleicht einer Kritik, falls sie anderen Schaden zugefügt haben sollten. Hier noch ein in mir aufsteigender Impuls zum Thema: Es fällt anscheinend Vielen leichter, mit einem gebrochenen Bein herum zu humpeln, als sich mit zerrissener Hose in der Öffentlichkeit zu zeigen. Ein schmerzhaft kaputtes Bein scheint daher in der Öffentlichkeit gegenüber einer zerrissenen Hose weniger dramatisch zu sein.
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