Wenn es Substanzen gibt, die im menschlichen Körper eine Wirkung hervorrufen, dann muss es Stellen geben, wo diese Stoffe angreifen. Diese Zielorte im Organismus werden als Rezeptoren bezeichnet. Mutter Natur hatte diese Millionen von Rezeptoren ursprünglich für körpereigene Verbindungen eingerichtet, die quasi wie ein Schlüssel so lange im Körper umherwandern, bis sie ein passendes Schlüsselloch
gefunden haben, um dann eine Wirkung auszulösen. So gibt es zum Beispiel das Adrenalin, das an Rezeptoren der Blutgefäße eine Verengung mit nachfolgender Blutdruckerhöhung bewirken kann. Führe ich jetzt von außen einen Schlüssel in Form eines Medikamentes zu, das in das Adrenalin- Schlüsselloch passt, ohne jedoch durch eine Schlüsseldrehung dem Rezeptor eine Wirkung abzuverlangen, dann ist der Rezeptor blockiert. Adrenalin kann dann dort nicht mehr angreifen, der Blutdruck wird sinken. Die Stoffe, die so etwas machen, heißen – weil sie Beta-Rezeptoren besetzen – Beta-Blocker. Ein weiteres Beispiel stellen die „Endorphine“ dar. Das sind körpereigene Opiate, die in Situationen stärkster Schmerzbelastung freigesetzt werden. Weil es diese Rezeptoren für Endorphine gibt, kann Morphin, das als Schlüssel in diese Rezeptoren passt, seine stark schmerzlindernde Wirkung entfalten. Außerdem sorgen Endorphine für Wohlbefinden oder gar Euphorie. Das erklärt, warum nach sportlicher Betätigung Viele ein Wohlgefühl empfinden – es werden auch da Endorphine freigesetzt, die als Glückshormone euphorische Empfindungen auslösen können.
Detti-Lama, das Phantom aus Lützelbach ("Mer weiß, dasses en gibt, awwer mer weiß nie, woer grad steckt.")