Fangen wir mal bei dem Naturell an, das seinen Blick immer auf die Bedürftigkeit anderer richtet und ständig danach Ausschau hält, wo man tätig oder emotional unterstützend hilfreich sein könnte. Diese Menschen lieben die Harmonie, mutieren jedoch auch mit geballter Faust im Säckel zu tickenden Zeitbomben, wenn sie sich mit ihrem Helfersyndrom übernommen haben und sich dann ausgenutzt empfinden. Ein weiterer Typus ist genau das Gegenteil dieses empathischen Unterstützers. Diese Zeitgenoss*innen fragen sich nicht danach, was sie anderen Gutes tun könnten, sondern sie erwarten von anderen, dass die sich ständig um sie kümmern. Dieser Menschenschlag wird von anderen häufig als lästig und arrogant empfunden, sie sind aber durch eine gehörige Portion Egoismus in der Gesellschaft häufig sehr erfolgreich. Die dritte Variante mag mit „Party, Party, Party“ ständig Spaß haben im Leben. Man findet sie ausgelassen auf Rock-Konzerten, euphorisch bis hysterisch als Besucher von Sportveranstaltungen – und immer nochmal eins drauf mit feuchtfröhlicher „Nachsitzung“. Der vierte Vertreter ist gegenüber allem im Leben eher skeptisch bis misstrauisch. Er verfängt sich nicht selten in selbstgestrickte Verschwörungen und hat somit insgesamt ein sehr gedeckeltes Dasein – lieber in der Freizeit nicht wandern gehen, weil wird sicher wieder anfangen zu regnen. Bei alledem gilt es zu beachten, dass die beschriebenen Naturelle nicht genormt in Schubladen verteilt werden sollten, da wir alle Individuen mit einem unverwechselbarem Fingerabdruck sind und bei uns daher auch Mischformen dieser vier Typologien vorkommen können.

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