Manche sind nur dann und wann betroffen, andere klagen permanent über die lästigen Symptome. Akute Beschwerden, die ab und zu spontan auftreten, haben eine günstigere Prognose als chronische Verlaufsformen: sie verschwinden häufig ebenso schnell wieder, wie sie gekommen sind. Risikofaktoren, die besonders permanente Beschwerden über mehrere Monate und länger auslösen, sind Osteoporose, Verschleiß, Bandscheibenvorfälle entzündlich-rheumatische Erkrankungen, aber auch Stress, Depressionen, Sorgen, mangelnde Bewegung und klimatische Einflüsse wie Kälte und Nässe. Therapieziele sind die Wiederherstellung schmerzfreier Bewegungsabläufe, sowie die Vermeidung einer Chronifizierung der Beschwerden. Hier werden in Form eines Stufenplans zunächst Ibuprofen und/oder Diclofenac eingesetzt, die entzündungshemmend und schmerzlindernd am Ort der Symptome wirken. Eventuell kann auch eines der beiden genannten Stoffe mit Novaminsulfon kombiniert werden. Reichen diese Maßnahmen nicht aus, werden stark wirksame Substanzen wie Tramadol oder Tilidin verabreicht, die am Schmerzzentrum im Gehirn angreifen. Während bei ersteren Arzneimitteln bezüglich Nebenwirkungen Magenschleimhautreizungen im Vordergrund stehen, muss bei den zentral wirksamen Stoffen eine etwaige Suchtgefährdung im Auge behalten werden. Schließlich eignen sich Entzündungs- und Schmerz-stillende sogenannte Coxibe als dritte Wirkstoff-Option, um Rückenschmerzen über die Reduktion von Entzündungen zu lindern. Da die Schmerzen in einem Teufelskreis zu einer Verstärkung der Verspannungen und damit zu noch mehr Schmerz führen können, gibt man zusätzlich zur schmerzlindernden Medikation eventuell auch Muskel-entspannende Medikamente. Bezüglich einer rezeptfreien Selbstmedikation können Salben, Gels oder Lotionen mit Beinwellextrakt, ätherischen Ölen (Arnica, Eukalyptus, Rosmarin, Pfefferminz, Latschenkiefer) oder Cremes, die Diclofenac oder Ibuprofen enthalten, empfohlen werden. Des Weiteren wären Wärmepflaster undTeufelskrallen-Extrakte in Drageeform angebracht. Ebenso stellen Physiotherapie, Osteopathie, Entspannungsübungen, autogenes Training, Yoga und der Besuch von Rückengymnastik-Kursen eine sinnvolle Unterstützung bei Kreuz-und Rückenschmerzen dar.
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